Datum: Donnerstag, 20. Mai 2021

PFINGSTSONNTAG LJ B (23. Mai 2021)

Evangelium des Johannes 20, 19 - 22

 

19 Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger*Innen aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! 

20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. 

21 Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 

22 Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! 23 Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Bilder und Videos erreichen über die Sozialen Medien Millionen Leute.
Eines brannte sich ins Gedächtnis vieler ein:
Ein weißer Polizist kniet auf dem Nacken des schwarzen George Floyd.
Und das so lange, bis er erstickt.
Der Täter wurde inzwischen zur Rechenschaft gezogen.
Der Schrecken vor Gewalt bleibt – überall, wo Leute für Recht und Freiheit
auf die Straße gehen.

Aktuell wuchert die Gewalt: In Kolumbien – in Myanmar – in Israel – in Gaza.
Leute fürchten um ihr Leben.

Das Evangelium erzählt von Jünger*Innen, die sich eingebunkert hatten:
Kein Hindernis für den lebendigen Christus!
ER kommt bei verschlossenen „Türen" und spricht sie an „Friede mit Euch!"
Ihnen, die aus Angst dem Ersticken nahe sind, haucht ER seine göttliche Geist- und Lebenskraft ein.

Wer von der göttlichen Geistkraft belebt ist wird frei zu vergeben.
Die tödlichen Kräfte der Gewalt können nur durch Menschen gebannt werden,
die sich in den Dienst der Versöhnung stellen.
Sie wirken wie der Sauerteig im Mehl – ein anderer Vergleich für die göttliche Geistkraft.

Mögen wir uns „an-hauchen" lassen von Christus!

 

Einfach weiterdenken...

 

Da freuten sich die Jünger*Innen, als sie den Herrn sahen.

 

Nach den einengenden Zeiten im Corona-Lockdown einander wieder treffen dürfen! Welch ein Aufatmen! Nach langer Zeit einander die Hand reichen können, eine feste Umarmung wagen, das belebt und macht froh!

 

So mag es vielleicht für die Jünger*innen gewesen sein: Zuerst erkannten sie IHN an den Wunden und da war der Weg mit IHM augenblicklich präsent, den sie mit IHM Seite an Seite gegangen waren. Ihre „Verzauberung“ ebenso wie die „Enttäuschung“. 

 

Was bleibt, stiftet die Liebe!

 

...hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

 

„Einst“ – als alles noch tohuwabohu war – „schwebte die Geistkraft Gottes über dem Wasser“. Aus dem Erdboden wurde der Mensch geformt und in seine Nase der Lebensatem geblasen. Lebendig sein bedeutet nach diesen „alten Bildern“ erfüllt sein vom göttlichen Lebensatem. Immer schon und doch so oft vergessen im Allmachtswahn, alles selber machen zu wollen. Da braucht es die Erinnerung an den „Anfang“ des Lebens. Der „Lebensatem des Auferstandenen“ belebt die müde gewordenen Jünger*innen.

 

Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

 

Eine Spur der göttlichen Geistkraft zeigt sich, wo Vergebung verwirklicht wird. Nicht die vermeintliche Allmacht der Kriegstreiber befreit die Welt, vielmehr sind es die Barmherzigen, die Friedensstifter*innen, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten.

 

 

die ruach

die geistkraft gottes

ein zarter hauch

sanft wartet sie dir

die ruach

die geistkraft gottes

belebt mit ihrem atem die welt

die ruach

die geistkraft gottes

gebiert sich unterheftigen geburtswehen

immer wieder neu in die welt

die ruach

die geistkraft gottes

seit anbeginn der schöpfung

die verbindende

beziehung stiftende macht

ruft dich und mich

zum frieden

heut

 

petra unterberger

im netzwerk der liebe

verbunden

genährt und gepflegt

darf ich wachsen und werden

im scheitern gehalten

gereinigt und geliebt

im netzwerk der liebe

dem innersten wesen

GOTT genannt

verbunden auf ewig

petra unterberger

 

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